Woche 4 im Kloster

 


Herzlich Wilkommen zu einem neuen Eintrag meines Blogs, genau heute vor einem Monat hat meine Reise angefangen und heute gibt es eine kleine Zusammenfassung. 

Ich Hoffe du hattest eine schöne Woche und beginnst die nächste offen vor Freude.

Diese Woche im Kloster war insgesamt sehr ruhig und geprägt von viel innerer Einkehr.

Im Alltag habe ich Pater Thomas bei kleineren Aufgaben unterstützt und wieder im Klosterladen gearbeitet. Auch die Gebetszeiten und die Messe haben meinen Tagesrhythmus begleitet, wobei ich diese Woche einmal ministrieren durfte.


Was diese Woche besonders gemacht hat, war die viele Zeit der Stille.

Ich hatte Raum, um mehr in mich zu gehen, tiefer zu beten und über Dinge nachzudenken.


Dabei ist mir ein Gedanke besonders bewusst geworden:

Viele Menschen wünschen sich, verstanden zu werden, sind aber selbst oft nicht bereit, andere wirklich zu verstehen.

Sie wollen akzeptiert werden, haben aber Schwierigkeiten, selbst echte Akzeptanz zu geben.

Diese Erkenntnis hat mich diese Woche stark begleitet.



Ein besonderes Highlight war ein Ausflug nach Flüeli-Ranft, einem wichtigen Pilgerort in der Schweiz. Dort lebte Niklaus von Flüe im 15. Jahrhundert – ein Einsiedler, Mystiker und späterer Nationalheiliger der Schweiz. Er zog sich als Familienvater in die Stille zurück, lebte viele Jahre im Gebet und wurde für seine Weisheit und seinen Frieden bekannt. Noch heute gilt er als Symbol für inneren Frieden und Versöhnung.


Vor Ort durfte ich mit drei wundervollen Menschen diesen besonderen Ort erleben.

Wir haben gemeinsam gebetet, eine Messe gefeiert, seine Gebeine gesehen und persönliche Segnungen empfangen.


Neben all dem war auch die Natur rund um diesen Ort etwas ganz Besonderes – ruhig, kraftvoll und einfach wunderschön.



Wenn ich diese Woche beschreiben müsste, dann wäre es, offen zu sein für Überschungen die dir Erlebnisse bringen die du niemals vergessen wirst.





Rückblickend auf den ersten Monat, den ich hier im Kloster Einsiedeln verbracht habe, kann ich sagen:


Im ersten Monat im Kloster durfte ich innerlich und äußerlich ankommen.

Was am Anfang noch neu und ungewohnt war, ist mit der Zeit zu einem festen und vertrauten Rhythmus geworden.


Ich habe volkommen die Chance, mich auf die Stille einzulassen und darin nicht Leere, sondern Ruhe und Gegenwart zu finden.

Das Gebet ist tiefer geworden und hat im Alltag einen festen Platz eingenommen.


Durch die täglichen Gebetszeiten, die Messe und den Rosenkranz hat sich meine Beziehung zu Gott spürbar vertieft.

Der Glaube ist nicht mehr nur etwas inneres das keinen Platz zum sein hatte, sondern immer mehr etwas das sich Platz schafft um die Stütze des Lebens zu sein.


Auch das Bewusstsein für die Vergänglichkeit des Lebens (Memento mori) hat mich begleitet und mir geholfen, den Blick auf das Wesentliche zu richten.


Insgesamt war dieser Monat geprägt von Wachstum, innerer Ruhe und dem Gefühl, Schritt für Schritt wirklich anzukommen – bei mir selbst und bei Gott.


Ich bin gespannt und voller Freude für das was noch kommen wird,

ich wünsche dir eine schöne kommende Woche.


Abschließend soll diesen ersten Monat ein kleines Gebet von Niklaus von Flüe diesen Blog abschließen:


Mein Herr und mein Gott,

nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,

gib alles mir, was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,

nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.


Amen.





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